Es ist Dezember. Das Schulfest liegt lange zurück, der Himmel ist grau, es sieht nach Regen aus. Die Mitglieder der SOS-Dan sitzen im Clubraum, nur Haruhi fehlt. Mikuru strickt an einem Schal, Itsuki und Kyon spielen ein Tradingcard Game und Yuki liest. Kyon geht in Gedanken die letzten Monate durch, in denen er soviel erlebt hat. Und dann fällt ihm auf, dass der Tag bisher so normal und fast zu still verlaufen ist und Haruhi noch nicht mit ihrer nächsten Ankündigung durch die Tür gestürmt kam.
Doch wie wenn man vom "Teufel" spricht, kommt Haruhi mit großen Neuigkeiten hereingestürmt. Der Elektroladen, der ihren Film gesponsort hat, spendiert der SOS-Dan eine alte Standheizung, die er aus dem Sortiment nehmen will. Kyon soll losgehen und sie abholen; jetzt sofort. Kyon's Einwände werden wie immer abgetan und so fügt er sich, wie so oft, in seine Rolle als "Peon". Bevor er den Raum verlässt legt ihm Mikuru noch ihren Schal um. Haruhi wird sichtlich eifersüchtig und drängt Kyon endlich loszugehen.
Nachdem das "Hindernis" (Haruhi) aus dem Weg ist, kann die heutige Aktivität der SOS-Dan beginnen. Haruhi will Fotos von Mikuru in unterschiedlichen Cosplays aufnehmen für das DVD Cover zu ihrem Film "Asahina Mikuru no bouken".
Während Kyon sich durch das triste Wetter auf den Weg zum Elektroladen begibt, zwängt Haruhi Mikuru in alle möglichen Kostüme und hat dann die Idee ein Bilderbuch zu machen, als Beigabe zur DVD. Itsuki pflichtet ihr bei, dass dies eine ausgezeichnete Idee sei. Yuki sitzt einfach nur da und liest.
Als Kyon beim Elektroladen ankommt, fragt ihn der Verkäufer ob es den Mädchen gut gehe. Kyon fragt ihn ob die Werbung in ihrem Film geholfen hätte, was der Besitzer des Elektroladens verneint. Allerdings habe das quirlige Mädchen (Haruhi) am Telefon etwas von einem Sequel zu ihrem Film erzählt und gefragt, ob er noch einmal den Sponsor spielen könnte. Die Standheizung soll das Sponsoring im Vorfeld sein. "Das war also ihr Trick.", denkt sich Kyon, dem es von vorneherein komisch vorkam, dass sie eine Heizung geschenkt bekommen. Er macht sich dann auf den Rückweg.
Währenddessen, sind Itsuki, Mikuru und Haruhi aus dem Raum der SOS-Dan verschwunden und man sieht Yuki alleine im Raum sitzen. Im Hintergrund hört man ein Radio, TV oder andere Schüler im Nachbarraum. Diese reden irgendeinen nonsense. Das läuft für ungefähr vier Minuten so, nur ganz kurz unterbrochen von einer Szene von Kyon, der in der Bahn sitzt.
Dann sehen wir wieder Kyon, der auf seine zwei Freunde trifft, die gleich erkennen, dass Kyon anscheinend mal wieder auf Befehl von Suzumiya hin unterwegs ist. Nach einem halben Jahr ist seinen Klassenkameraden seine Position in der SOS-Dan deutlich geworden, merkt Kyon an. Zur gleichen Zeit kommt Tsuruya-san in den Clubraum und fragt Yuki, wo Mikuru hin ist. Yuki zeigt aus dem Fenster und Tsuruya scheint gleich bescheid zu wissen und verschwindet wieder. Kyon schleppt die Heizung den Berg zur Schule hoch, als es anfängt zu regnen. Er freut sich jetzt schon auf Mikuru und ihren Tee.
Endlich wieder in der Schule, trifft er bei den Schuhschränken auf Tsuruya. Diese fragt ihn ob er etwas holen war und meint gleich darauf:"Jetzt verstehe ich". Was auch immer sie damit meint. Da Kyon nass ist, gibt sie ihm ihr Stofftaschentuch und verschwindet. Als Kyon in den Clubraum kommt, ist nach wie vor nur Yuki dort. Er schließt die Heizung an und schläft kurz darauf ein. Itsuki, Mikuru und Haruhi sind zur gleichen Zeit in der Turnhalle und filmen Mikuru bei einigen sportlichen Aktivitäten, bei denen sie sich ungeschickt wie immer anstellt.
Kyon wacht später auf und sieht Haruhi, die überrascht vor ihm steht. Um die Schultern hat er zwei Winterjacken der Schuluniform gelegt. Eine gehört Haruhi, die sie sich auch gleich wieder anzieht, die andere Yuki. Haruhi und er sind aber alleine. Sie meint, sie habe nicht gehen können, da er geschlafen hat und schließlich müsse sie den Raum abschließen. Außerdem regnet es. Kyon hat keinen Regenschirm und als er das erwähnt streckt ihm Haruhi mit einem verlegenen Ausdruck auf dem Gesicht einen entgegen und meint, einer reiche doch für zwei.
Und so machen sich die Beiden unter einem Regenschirm im dunkeln auf den Weg nach Hause. Als Kyon sie darauf anspricht, dass der Regenschirm gar nicht ihrer ist, sondern der der Schule, läuft sie vorweg und meint, wenn ihm das nicht passe soll er eben nass werden. Das sagt sie aber im Spaß. Kyon muss innerlich lächeln, als er daran denkt, dass er von seiner kleinen Brigadenchefin kein Wort des Dankes für das Herschleppen der Heizung bekommen hat. Typisch Haruhi eben. Dann läuft er ihr nach und sie streckt lachend die Zunge raus. Damit endet die (chronologisch) letzte Folge von Suzumiya Haruhi no yuuutsu.
Die Folge im Rückblick
Mein Fazit zur Folge gleich vorweg: Schlichtweg G.E.N.I.A.L. Episode 14 ist wirklich ein krönender Abschluss für einen Anime, der noch gar nicht zuende ist. Doch selbst wenn es die letzte ausgestrahlte Folge wäre, änderte das nichts daran, wie toll die Episode ist. Es passiert eigentlich nichts. Alles ist völlig normal. Keine Closed Spaces, Closed Circles, alternative Dimensionen oder sonstiges, sondern ein überdurchschnittlich normaler Tag im Leben der Hauptcharaktere. Und gerade diese Normalität erlaubt es dem Zuschauer zum ersten mal, sich so richtig in die Charaktere hineinzuversetzen.
Die atmoshärische Dichte der Folge ist verdammt hoch und die Stimmung geht unter die Haut. Das triste Wetter, der später auftretende Regen, die vier Minuten lange Szene, in der Yuki einfach nur da sitzt und liest, während im Hintergrund Unsinn geredet wird. Die Interaktion der Personen untereinander und die leere Schule. Das alles kombiniert sich zu einem unglaublich starken Gefühl von Einsamkeit und Melancholie. Doch stets ist auch dieses warme Gefühl vorhanden, dass man weiß, dass da jemand ist, der auf einen wartet. Dass man Freunde hat, die für einen da sind, auch wenn diese manchmal etwas schwierig sind. Die Musik ist an der Grenze zur ultimativen Perfektion eingesetzt und untermauert das Geschehen, macht die Atmosphäre so stark, wie sie es ist.
Wenn Haruhi am Ende der Folge zu den sanften Pianoklängen vorneweg läuft, Kyon innerlich lächelt und Haruhi ihm auf süße art und weise die Zunge raustreckt, dann ist das eine Schlussszene für Götter.
Mit dieser Folge hat sich der Anime wirklich den Titel "Melancholy" verdient. Ein ganz großes Lob an die Macher.